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Die "Alltagsintegrierte Sprachförderung", die im Evangelischen Kinder- und Familienzentrum Eiche in verschiedenen Projekten umgesetzt wird, wurde mit einer Nominierung in der "Shortlist des Deutschen Lesepreises 2018" in der Kategorie „Herausragende Sprach – und Leseförderung in Kitas“ belohnt.

46 Projekte und Personen in fünf Kategorien umfasst die Shortlist des Deutschen Lesepreises 2018. Ausgewählt wurden sie aus rund 200 Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Das Evangelische Kinder- und Familienzentrum Eiche legt bereits seit mehreren Jahren großen Wert auf die besondere Förderung der Lese- und Sprachfähigkeiten der Kinder und integriert diese Förderung konsequent in das alltägliche Miteinander in der KiTa sowie in verschiedene besondere Projekte.

Lesekompetenz ist die entscheidende Grundlage für den Bildungserfolg und den weiteren Lebensweg von Kindern und Jugendlichen. Allerdings zeigen PISA-, IGLU- und die Vorlesestudien der Stiftung Lesen sowie OECD-Berichte für die Lesekompetenz von Kindern in Deutschland seit Jahren große Defizite auf: Rund 3 Millionen Kinder und Jugendliche sind lesebenachteiligt, da ihnen kaum oder wenig vorgelesen wird und sie in der Folge nur über eine (sehr) schwache Lesekompetenz verfügen. Darüber hinaus sind rund 7,5 Millionen Erwachsene hierzulande laut LEO-Studie 2011 funktionale Analphabeten. Für eine funktionierende Gesellschaft bedarf es jedoch der Lesekompetenz all ihrer Mitglieder. Daher ist Leseförderung unabdingbar: überregional ebenso wie vor Ort. Flächendeckend lässt sich dies jedoch nur mit einem breiten gesellschaftlichen und individuellen Engagement umsetzen. Der Deutsche Lesepreis will solches Engagement fördern.

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen meint: „Lesen ist der Ausgangspunkt für ein aktives und selbstbestimmtes Leben. Wer schon in jungen Jahren Geschichten entdeckt und Bücher in den Alltag integriert hat, profitiert in vielerlei Hinsicht: persönlich, beruflich und im sozialen Miteinander. Wir freuen uns sehr, dass die Leseförderung in Deutschland von vielen Händen getragen wird und außerordentlich ideenreich ist. Mit den Nominierten des Deutschen Lesepreises 2018 präsentieren wir herausragende Projekte, die das Lesen wirkungsvoll in den Mittelpunkt rücken und somit Begeisterung für Geschichten wecken.“

Astrid Kießling-Taşkın, Vorstand der Commerzbank-Stiftung, betont: „Lesen fördert Kreativität und erlaubt uns den berühmten Blick über den Tellerrand. Aber immer noch sind 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland funktionale Analphabeten. Hier darf das Engagement nicht nachlassen. Mit prominenter Unterstützung können wir noch mehr Menschen erreichen.“

Die Preisträger des Deutschen Lesepreises 2018 werden am 21. November im Berliner Humboldt Carré offiziell gekürt. Zusätzlich verleiht die Commerzbank-Stiftung zum ersten Mal den Sonderpreis für prominentes Engagement an eine Person des öffentlichen Lebens. Der mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Deutsche Lesepreis ist eine gemeinsame Initiative von Stiftung Lesen und Commerzbank-Stiftung und wird seit 2013 für vorbildhaftes Engagement in der Leseförderung verliehen. Unterstützt werden die Initiatoren von FRÖBEL e.V., der PwC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur, der Arnulf Betzold GmbH, der Fachgemeinschaft buch.netz im Bundesverband E-Commerce und Versandbuchhandel e.V., der MELO Group GmbH & Co. KG und der Stiftung Kinder fördern – Zukunft stiften. Die Auszeichnung steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Kultur und Medien Frau Prof. Monika Grütters.

Kontakt:
Martina Knöß
Leitung Ev. Kinder – und Familienzentrum Eiche
Stettiner Straße 9
64372 Ober-Ramstadt  

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